Urlaub auf den Kanaren
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| Botanischer Garten - Puerto de la Cruz |
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Der Botanische GartenDie grüne Lunge im Herzen der Stadt
Puerto de la Cruz - Teneriffa - Streng genommen gehört der Botanische Garten in Puerto de la Cruz zu La Orotava , aber das nimmt niemand so genau Er entstand Ende des 18. Jahrhunderts auf Befehl der spanischen Königs Karl III. und wurde nach dessen Tod von seinem Nachfolger vollendet.
Es ist nach dem Königlichen Botanischen Garten in Madrid der Zweitälteste Spaniens. Der spanische König hatte damals in alle eroberten Gebiete seine Pflanzenjäger ausgesandt, die die schönsten und exotischsten Pflanzen aus aller Welt nach Spanien zu bringen sollten.
Um diesen Exemplaren eine Akklimatisierung an die spanischen Wetter- und Bodenverhältnisse zu ermöglichen, ehe sie in Madrid und Aranjuez in die königlichen Gärten gepflanzt wurden, ließ der König die Gärten einrichten. Auf Teneriffa übernahm der VI Marques del Prado, Don Alonso de Nava y Grimon, die Auswahl eines geeigneten Grundstücks.
Von 1770 bis 1771 wurde der Park, nach Plänen des Architekten Diego Nicholas Eduardo, geometrisch angelegt. Bereits 1792 wurden die ersten 35 Ansaaten vorgenommen. Allerdings musste man schon bald feststellen, dass die Pflanzen auf der Insel zwar wunderbar gediehen, aber eine Übersiedlung auf das Festland meist nicht gelang. Zu groß waren die klimatischen Unterschiede zwischen dem Archipel und der iberischen Halbinsel.
Naturforscher Alexander von Humboldt und sein Begleiter Aimé Bonpland besuchten den Park, als sie während ihrer Südamerika-Expedition einen Zwischenstopp auf Teneriffa einlegten. Auch andere Wissenschaftler zog es in den grünen Garten Teneriffas, der damals bereits bekannt war. Als der Marques, 1832, starb, drohte der Botanische Garten zunächst zu verfallen. Die Rettung kam mit dem Deutschen Hermann Wildpret, der von 1860 bis 1893 die Leitung des Parks übernahm.
Der Botaniker, der nicht nur züchtete und mit Pflanzen handelte, sondern auch ein begeisterter Sammler war, trug entscheidend zu der Artenvielfalt bei. Waren bei seinem Amtsantritt nur 220 Arten vorhanden, so hatte er die Zahl knapp zwanzig Jahre später auf beachtliche 2.486 Spezies erhöht.
Er war begeistert von der tinerfenischen Flora und verschaffte dem Garten Weltruhm. Nebenbei entdeckte er die Tajinaste , die das Naturschutzgebiet des Teides , im Frühling in ein purpurrotes Blütenmeer taucht. Ihm zu Ehren wird sie auch Wildbret´s Natternschnabel“ genannt. Erst als man ihn, 1893, zwingen wollte, die spanische Staatsbürgerschaft anzunehmen, lehnte er dies entschieden ab und zog sich in den Ruhestand zurück.
Danach drohte der Garten wiederum zu verkommen. Wieder war es ein Ausländer, der Schwede Sventenius, der ab 1943, die Pflege des Botanico übernahm. Rund 20 Jahre lang nahm er wissenschaftliche Untersuchungen vor. Er verabschiedete sich, nachdem eine von ihm vorgeschlagene Erweiterung misslang und gründete daraufhin den „Jardin Canario“ auf Gran Canaria.
Heute trägt das kanarische Landwirtschaftsministerium Sorge für den Garten. Im Jahr 1988 wurde damit begonnen, den Garten mehr als zu verdoppeln. Auf den fast 60.000 Quadratmetern sollen neben neuen Gewächshäusern und noch einem breiteren Pflanzenspektrum, ein pädagogisches Zentrum entstehen. Allerdings geraten die Baumaßnahmen immer wieder ins Stocken.
Trotzdem zieht der Park jedes Jahr fast eine halbe Million Besucher an. Er beherbergt über 50.000 Gewächse aus fünf Kontinenten, 120 verschiedene Bäume und mehr als 5.000 Pflanzenarten.
Besondere Aufmerksamkeit erfahren die endemischen Pflanzen der Makronesischen Inseln. Pflanzennamen, wie Würgefeige und Leberwurstbaum regen zum Schmunzeln an. Heute arbeitet der Botanische Garten auf internationaler Ebene an zahlreichen Artenschutz- und Forschungsprojekten mit.
Die Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro.
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