Urlaub auf den Kanaren
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| Legende der Virgen de Candelaria |
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Virgen de Candelaria - Die schwarze Madonnamehr als 500 Jahre Geschichte
Candelaria - Teneriffa - Die Geschichte begann im 14. Jahrhundert als zwei Hirten des damaligen Guanchenherrschers, Mencey Acaymo, eine seltsame Figur am Strand Chimisay (im Stadtgebiet des heutigen Güímar) fanden, während sie ihre Herde am Rande des Barrancos Chinguaro hüteten.
Der Überlieferung nach, sahen sie eine aufrechte Frauengestalt mit einem Kind auf dem Arm am Strand stehen.
Nachdem es damals nicht erlaubt war, Frauen, die alleine waren anzusprechen, machten die Hirten Handzeichen um der Frau zu signalisieren, dass sie verschwinden solle. Nachdem die seltsame Figur keinerlei Reaktion zeigte, beschlossen sie, die Gestalt aus der Nähe zu betrachten.
Die Perfektion der Statue und die ungewöhnliche Kleidung, die sie trug, erregte instinktiv Aufmerksamkeit und löste gleichzeitig Skepsis aus. Sie glaubten, ihre Herde sei durch die seltsame Erscheinung in Gefahr. Einer der Hirten hob einen Stein auf, um ihn auf den ungebetenen Gast zu werfen. Doch noch in der Bewegung blieb sein Arm plötzlich steif und unbeweglich. Er konnte nicht einmal mehr den Stein los lassen. Sein Freund, der das seltsame Geschehen beobachtet hatte, griff nach einem weiteren spitzen Stein und versuchte einen Finger von der Hand der Statue zu lösen, um zu überprüfen, ob sie aus Holz geschnitzt war.
Kurioserweise war es seine eigene Hand, die Schnittwunden aufwies und verletzt wurde. Erschrocken und verunsichert zogen sie sich zurück, um ihrem Herrscher, dem Mencey, von dem seltsamen Vorfall zu berichten. Acaymo beschloss sich persönlich von der wundersamen Frau zu überzeugen und ging mit den beiden Hirten zurück zum Strand. Er befahl dem verwundeten Hirten die Figur zu berühren und - welch Wunder! – seine Hand war auf der Stelle geheilt. Sie schickten weitere Alte und Verwundete zur der seltsamen Figur und auch sie erfuhren eine Heilung oder Linderung ihrer Beschwerden. Daraufhin brachten sie die Statue zur Unterkunft des Menceys und bewunderten deren außergewöhnliche Schönheit. Man wusste zwar nicht, was es mit dieser Gestalt auf sich hatte, aber war sich zumindest sicher, dass keine Bedrohung von ihr ausgehen würde.
Etwa fünfzig Jahre später wurde sie von einem entflohenen christianisierten Gefangenen der Spanier, namens Antón Guanche, als Jungfrau Maria identifiziert. Er bewog den Mencey die Statue in die Höhle Achbinico in der Nähe des Strandes wo sie gefunden wurde, zu bringen. Von da an nannten die Ureinwohner, die Figur „Chaxiraxis“, was so viel bedeutet, wie die Mutter, die die Welt erhält. Diese Höhle war die erste Kultstätte der Jungfrau von Candelaria. Später, im Jahr 1526, wurde eine kleine Kapelle in unmittelbarer Nähe zur Höhle errichtet, in die die Statue gebracht wurde.
Vier Jahre später übergab der kanarische Erzbischof Don Luis Cabeza de Vaca den Schutz der Muttergottesfigur dem Dominikanerorden. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts initiierte Bischof Don Bartolomé García Jiménez, den Bau eines eigenen Gotteshauses an dem gleichen Ort, an dem heute die Basilika steht. Am 15. Februar 1789 vernichtete ein Feuer sowohl die Kirche als auch das Dominikanerkloster, nur die Statue konnte vor den Flammen gerettet werden. Wieder brachte man sie in die Cueva de Achbinico, die daraufhin vergrößert und durch die Kapelle San Blas erweitert wurde. Währenddessen bauten die Dominikanermönche ihr Kloster wieder auf und integrierten, im Jahr 1803, einen Raum, der der Anbetung der Virgen de Candelaria vorbehalten war.
Die Statue wurde nun von der Höhle wieder in das Kloster gebracht. Dort verblieb sie bis zum Jahr 1826, als ein heftiger Sturm und aufgepeitschte See bis ins Kloster vordrangen und die Muttergottesfigur mit sich rissen. Das Meer, das sie gebracht hatte, hatte sie auch wieder mitgenommen. Im Jahr 1830 schuf der Bildhauer und Künstler Fernando Estévez eine identische Replik der Virgen de Candelaria, die vom Bischof geweiht und zur Schutzpatronin der Insel erklärt wurde.
Diese Statue ist es, die in Candelaria bis zum heutigen Tag bewahrt und verehrt wird. |
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