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„Väterchen Teide“Der höchste und feurigsteGipfel Spaniens
Teide - Teneriffa - Schon beim Anflug auf Teneriffa sieht man den Gipfel des Teide zuerst. Er ist mit seinen 3.718 Metern nicht nur der gewaltigste und feurigste Berg Spaniens, sondern auch das untrügliche Wahrzeichen der Insel. Majestätisch wacht er über die Insel der Glückseligkeit und deren Bewohner.
In den Wintermonaten überrascht er gerne mit seinem weißen „Wintermützchen“, das dann ins Tal hinab leuchtet und am Abend den Fallwinden einen winterlichen Hauch beimischt. Wo sonst auf der Welt gibt es Schnee und Sonne so eng beieinander? Meist ist nur die Spitze des Gipfels, etwa bis Mai, wie mit Zuckerwatte überzogen, aber manchmal erreicht die weiße Pracht auch das darunter liegende Naturschutzgebiet der Cañadas. Dann strömen Einheimische und Besucher gerne in Blechlawinen in die eisige Bergwelt, um einen Hauch von Winter abzubekommen, denn lange hält sich der Schnee dort meist nicht. Wer möchte kann sich nach dem Ausflug in die kalte Jahreszeit, am Strand aufwärmen und in die Fluten des Atlantiks werfen.
Diese Kombination ist einmalig und faszinierend. Aber auch ohne Schnee bieten der Teide und die Lavafelder zu seinen Füssen, eine besonders reizvolle Landschaft. Auf zahlreichen Wanderwegen kann man die abwechslungsreiche Vulkanwelt erkunden, die mal grün, mal rot, mal bedrohlich schwarz und mal weiß leuchtet. Diese einzigartige Mondlandschaft zieht jeden in ihren Bann.
Im Frühling beginnt die karge Landschaft ihre Blütenpracht zu entfalten und verwandelt die Steinwüste in einen lebendigen, leuchtenden Blumenteppich. Viele endemische Pflanzen, wie die stolze Tajinaste oder das bescheidene Teide-Veilchen strecken sich dann der Frühjahrssonne entgegen und bieten dem Betrachter ein völlig neues Panorama.
In den Vollmondnächten zieht es nicht nur Esoteriker oder Romantiker in die Bergwelt, sondern all jene, die sich an einem klaren Blick in die leuchtende Sternenwelt erfreuen können. Das Sternenzelt, das sich dort den Augen des Betrachters eröffnet, ist bezaubernd und ist ein weiteres Erlebnis, das sich tief in die Erinnerung eingräbt.
Natur pur
Die Möglichkeiten, die sich dem Besucher bei einem Ausflug auf den Teiderücken bieten, sind vielfältig. Man kann einfach nur mit dem Auto durch das Naturschutzgebiet fahren und sich mit einem kurzen Zwischenstopp an den beeindruckendsten Aussichtspunkten begnügen oder aber sein Auto abstellen und die Lavalandschaft zu Fuß erkunden, um sie auf sich wirken zu lassen.
Allein die Ruhe, fern allen Zivilisationslärms, macht den Ausflug zu einem Erlebnis. Wer möchte kann zwischen neun Uhr morgens und fünf Uhr abends mit der Seilbahn dem Gipfel entgegen schweben. An der Gipfelstation breitet sich vor dem Besucher ein beispielloses Panorama aus.
Für einen Besuch auf dem „Pico“ (Gipfel) muss man allerdings eine gesonderte Genehmigung beantragen, denn die täglich zugelassene Besucherzahl ist limitiert. Feste Schuhe und warme Kleidung sollte man auf jeden Fall dabei haben. Aus Erdlöchern dampfen dem Abenteurer dann der typische Schwefelgeruch und mysteriöse Rauchschwaden entgegen. Unterhalb des Gipfels befindet sich eine Eishöhle, die das ganze Jahr über eisige Temperaturen verbreitet.
Der Teide lebt
Der Teide ist ein aktiver Vulkan, aber nicht nur er brodelt eigentlich immer vor sich hin. Die gesamte Insel Teneriffa ist von Bergen überzogen, die in ihrem Inneren ein heißes Geheimnis verbergen. Die letzten Ausbrüche, die bekannt sind, gingen denn auch nicht vom König der Vulkane aus, sondern von kleineren Nebenkratern.
Die Natur des Teide ist den Menschen eher wohl gesonnen, denn selbst, wenn es zu einer Eruption käme, gehen die Vulkanologen davon aus, dass sie sich nicht in einem gewaltigen Ausbruch manifestieren würde, sondern eher in langsamen Lavaströmen, die sich irgendwo durch die Erdkruste bohren.
Höchst moderne technische Geräte überwachen ständig die Aktivitäten und sammeln alle Daten im Hauptcomputer des ITER Forschungszentrums. Außerdem macht sich der Teide ständig unter der Wasseroberfläche Luft. Dadurch baut er Druck ab und lässt die Insel unbemerkt wachsen.
Auf dem Meeresgrund ist Teneriffa deshalb auch rund sieben Mal größer als über dem Meeresspiegel und bietet den Tauchern ein ähnlich bizarres und beeindruckendes Panorama, wie den Wanderern, die seine Bergwelt erkunden.
Die Bewohner der Insel haben „ihren“ Berg nie als Bedrohung gesehen, sondern ihm verdanken sie letztlich den fruchtbaren Vulkanboden, der sie nährt. Es ist vergeudete Zeit, sich wegen der vulkanischen Aktivitäten zu sorgen, viel sinnvoller ist es, den Reiz des höchsten spanischen Berges zu genießen und seine Kraft auf sich wirken zu lassen.
www.Inselteneriffa.com hat für Sie Eindrücke und Informationen über den Teide und die Canadas in Bild und Ton eingefangen: Teide und die Canadas auf Youtube
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