Urlaub auf den Kanaren
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Die Geschichte des Día de Canarias
Am 30. Mai 1983 wurde er geschaffen, der hochheilige Nationalfeiertag Dia de Canarias der Kanarischen Inseln. Damals vor 25 Jahren, tagte das Kanarische Parlament zum ersten Mal und seither gilt dieser Tag als einer der wichtigsten Feiertage im Jahreslauf. Am zehnten August 1982 wurden in Spanien die Weichen neu gestellt und die Kanaren erhielten den Status einer autonomen Provinz.
Zehn Monate später, am geschichtsträchtigen 30. Mai, war es dann so weit. Das erste Plenum tagte unter dem Vorsitz von Pedro Guerra Cabrera . Spanien hatte dem Archipel ein größeres Mitbestimmungsrecht zugestanden, als den meisten anderen Provinzen des Landes. Für die kanarische Bevölkerung bedeutete dieser Tag den glorreichen Sieg über einen Verselbständigungsprozess, der bereits zu Zeiten der Zweiten Republik angestrebt und durch den Bürgerkrieg und die anschließende 46-jährige Diktatur des Francoregimes zunichte gemacht wurde. Deshalb markierte der 30. Mai 1983 einen besonderen Meilenstein und stellte die Weichen für eine autonome Zukunft der Kanaren.
Teneriffa - Feiern am Día de Canarias
Einmal im Jahr zählt nur, was kanarisch ist. Stolz tragen die Canarios ihre farbenfrohen Trachten zur Schau. Auf Teneriffa tragen die Frauen, je nach Region, rot- oder schwarzgrundige bunt gestreifte Röcke mit den jeweils passenden Westen und Folkloreblusen dazu. Unter dem Kanarenrock spitzen die weißen Unterröcke frech hervor. Ein weiteres wichtiges Accessoire sind die sieben bunten Wollbommel, die die weiblichen Trachten komplettieren und je eine Insel symbolisieren.
Auf dem Kopf trägt „Frau“ am Dia de Canarias ein meist gelbes Kopftuch mit einem neckischen kleinen Strohhütchen oder manchmal auch nur Letzteres. Die männlichen kanarischen „Prachtexemplare“ kleiden sich in schwarze Hosen, weiße Hemden, bunt bestickte Westen und untersteichen ihre mehr oder weniger vorhandenen Hüften mit einem roten um die Hüfte geschlungenen Schal. Auf dem Kopf tragen sie schwarze Hirten-Hüte und an den Füßen weiße Galoschen. Neben dieser Tracht existiert noch die der so genannten Bäuerinnen, Campesinas. Sie ist eher schlicht mit einfachen bunten Folkloreröcken, passenden Blusen im ländlichen Stil und auch hier darf natürlich das Kopftuch nicht fehlen.
Die typischen Baile de Magos, die traditionell in fast jedem Ort, am Vorabend gefeiert werden, rufen zum Tanz. Bei der musikalischen Gestaltung des Nachtprogramms nimmt man es mit dem Kanarischen allerdings nicht so genau Hier erklingen anstelle der Volksmusik doch eher moderne Salsaklänge. Einlass findet aber nur, wer die Kanarische Kleiderordnung einhält. Dabei zeigen sich die Canarios auch in diesem Sinne großzügig, denn Miettrachten können sich nicht nur die Inselbewohner, sondern auch Urlaubsgäste ausleihen, um sich dann in den Trubel der Nacht zu stürzen.
Am 30. Mai, der Dia de Canarias leben die Kanaren vor allem im Rhythmus der Traditionen. Vielerorts ertönen nun die typischen Folkloregesänge, die von Herz, Schmerz und vom Leuchtturm des Meeres erzählen. Die Dorfplätze füllen sich mit den Düften der kanarischen Küche. Papas, Mojo, Vino und Co. dürfen natürlich an solch einem Tag nicht fehlen. Sie bilden das perfekte Ambiente. Darüber hinaus erlebt der Guanchen Sport ein Revival. Kühne Lanzenspringer zeigen, wie einst die Hirten mit ihren langen Stöcken wagemutig über das unebene Gelände schwangen oder wie man seine Kräfte bei der Lucha Canaria aneinander messen kann.
Spielerisch kann man sich mit der Bola Canaria, einem typischen Boggia-ähnlichen Kugelspiel die Zeit vertreiben. Meist sind die Plazas an diesem Tag auch gesäumt von Ständen mit der traditionellen Handwerkskunst. Es gibt zahlreiche lokale Veranstaltungen, die diesem Tag, den richtigen feierlichen Rahmen verleihen. Auf jeden Fall sollte man sich auch als Urlauber am Día de Canarias unter das feiernde Volk mischen und sich von der fröhlichen Stimmung anstecken lassen.
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