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Die Geschichte Teneriffas in chronologischer Fassung PDF Drucken E-Mail

 

Teneriffa - Vor 10 Mio. Jahren

 

Durch vulkanische Aktivitäten tauchen die Kanarischen Inseln und auch Teneriffa aus dem Meer auf. Legenden erzählen, es handle sich um das sagenumwobene Atlantis, das zuvor von den Fluten des Atlantiks verschlungen worden war.

 
Teneriffa - 3000-500 vor Christus

 

Erste Siedler aus Europa oder Nordafrika besiedeln die Kanarischen Inseln, wobei als Guanchen, streng genommen, nur die Ureinwohner Teneriffas bezeichnet.

Teneriffa - 1. Jahrhundert nach Christus

 

Der römische Geschichtsschreiber, Plinius der Ältere, berichtet von einer Expedition des mauretanischen Königs Juba II. auf die Kanarischen Inseln. Erstmals werden die geographischen Daten von Teneriffa und Gran Canaria dokumentiert.

Teneriffa - 6. bis 9. Jahrhundert nach Christus

 

Berberstämme aus Nordafrika gelangen auf die Inseln und besiedeln sie.

Teneriffa - 1312 nach Christus

 

Lancelotto Mallocello ein italienischer Seefahrer landet auf der östlichsten Insel Lanzarote erhält durch ihn ihren Namen.

Teneriffa - 1340 bis 1342 nach Christus

 

Europäer aus Spanien, Portugal und dem italienischen Genua überfallen den Archipel

Teneriffa - 1392 nach Christus

 

Hirten der Guanchen finden die Statue der Madonna von Candelaria. Um ihren Fund ranken sich zahlreiche Geschichten. Noch heute gilt die „Schwarze Madonna“ als Schutzpatronin Teneriffas.

Teneriffa - 1402 nach Christus

 

Der Normanne Jean de Bethencourt versucht im Auftrag des kastilischen Königshauses die Kanaren zu erobern. Auf Lanzarote gelingt es ihm mit dem dortigen Herrscher Guardafia einen Abkommen zu schliessen, das die friedliche Unterwerfung von Lanzarote zur Folge hat. Danach nimmt er Fuerteventura und El Hierro ein. Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera und La Palma bleiben zunächst unabhängig. Um sie sollten sich noch blutige Kämpfe entwickeln.

Teneriffa - 1483 nach Christus

 

Gran Canaria wird von den Spaniern erobert.

Teneriffa - 1492 nach Christus

 

Christopher Kolumbus entdeckt Amerika. Diese Entdeckung macht die Kanarischen Inseln, als letzte europäische, zu einer strategisch wichtigen Station vor Atlantiküberquerungen. Bei seinem Zischenstopp auf Teneriffa vermerkt er einen Vulkanausbruch in seinem Logbuch. Noch heute gilt der Archipel als Drehkreuz zwischen dem europäischen, amerikanischen und afrikanischen Kontinent, was ihm gerade in der aktuellen Situation, in Bezug auf die wirtschaftliche Erschließung Afrikas eine bedeutende Rolle beschert.

 

Teneriffa - 1494 nach Christus                                                         

 

Alonso Fernandez de Lugo erobert für das spanische Königshaus La Palma.

Teneriffa - 1494 nach Christus

 

Die spanische Krone beauftragt Alonso Fernandez de Lugo mit der Eroberung Teneriffas. Dieser erste Versuch scheitert am 31. Mai in einem blutigen Gemetzel bei La Matanza. La Matanza, bedeutet die Schlacht und hat dem Ort seinen späteren Namen gegeben.

1495 nach Christus

 

Der zweite Eroberungsversuch durch de Lugo gelingt am 25. Dezember bei La Victoria. Auch dieser Name, der Sieg, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den geschichtlichen Ereignissen. Teneriffa war die letzte Kanarische Insel, die es zu unterwerfen galt.

seit 1500 nach Christus

 

Mit der Unterwerfung Urbevölkerung beginnt die „zivilisierte“ Besiedlung durch die europäischen Eroberer, die die Einheimischen ihren gesellschaftlichen Normen unterwerfen. Kaufleute entdecken das lukrative Geschäft des Handels mit schwarzafrikanischen Sklaven.

1657 nach Christus

 

Der britische Admiral Robert Blake scheitert an dem Versuch Santa Cruz de Tenerife zu erobern.

1706 nach Christus

 

Auch dem englischen Admiral John Jennings gelingt es nicht Santa Cruz einzunehmen. Im gleichen Jahr zerstört ein gewaltiger Ausbruch des Trevejo die damalige Handels- und Hafenmetropole Garachico.  Insgesamt 40 Tage lang wütet die Eruption und begräbt weite Teile der damals sehr reichen florierenden Stadt sowie des wichtigen Handelshafens unter dem Lavastrom. 


1778 nach Christus

 

Santa Cruz erhält vom spanischen König Carlos III. das Recht, mit Amerika Handel zu treiben.

 

1792 oder 1817 ? (muss noch überprüft werden!) nach Christus

 

Gründung der ersten kanarischen Universität in La Laguna auf Teneriffa.


1797 nach Christus

 

England lässt nicht locker und versucht erneut Santa Cruz für die britische Krone zu erobern. Durch eine Kanonekugel der legendären „El Tigre“ verliert Admiral Nelson einen Arm. Die Kanone ist noch heute am Hafen von Santa Cruz zu bewundern.

 

1799 nach Christus

 

Der Naturforscher Alexander von Humboldt legt auf seiner Reise nach Südamerika einen Zwischenstopp auf Teneriffa ein. Sein Name ist noch heute ein Begriff findet sich in vielen Namensgebungen wie dem Mirador Humboldt, einem Aussichtspunkt, wider.

 

1805 nach Christus

 

Admiral Nelson liefert sich mit den Spaniern eine heftige Schlacht bei Trafalgar und geht aus dieser Begegnung als Sieger hervor. Mit dieser Niederlage ist die spanische Vormachtstellung auf See beendet.

 

1822 nach Christus

 

Santa Cruz de Tenerife wird zur Hauptstadt aller Kanarischen Inseln ernannt. Ein Status der ihr bis zum Jahr 1927 erhalten bleibt.


1852 nach Christus

 

Der Kanarische Archipel wird zur Freihandelszone erklärt. Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria werden zu den wichtigsten Handelszentren.

 

                                                                           Ab 1870 nach Christus                                                                        

 

Anilinfarben treten ihren Siegeszug an und bringen die Koschenillegewinnung auf den Kanaren zum Erliegen. Bis dahin war die Gewinnung des roten Farbstoffs aus einer Läuseart ein wichtiges Exportgut der Insel. Der Abbruch zwingt viele Einheimische zur Emigration nach Latein- und Südamerika. Noch heute gilt Venezuela, wo viele Canarios einen Neuanfang suchten, als „achte“ Insel des Archipels. 

 

1872 nach Christus

 

Eine Reblausplage ruiniert die Winzer und bringt den Weinanbau auf Teneriffa fast zum Erliegen.

1880 nach Christus

 

Der erste Tourismus entwickelt sich im Norden der Insel in Puerto de la Cruz

 

                                                                    1888 nach Christus                                                                                                  

 

Erste Bananenplantagen werden angepflanzt.                                                                                                                                                                                                               

1890 nach Christus

 

Das Gran Hotel Taoro, oberhalb von Puerto de la Cruz wird eröffnet.

1909 nach Christus

 

Im Süden Teneriffas bricht der Vulkans Chinyero aus.

1927 nach Christus

 

Die Kanarischen Inseln werden in die zwei Provinzen Teneriffa und Gran Canaria aufgeteilt. Der Westprovinz Teneriffa gehören La Palma, El Hierro und Gomera an, Die Hauptstadt wird Santa Cruz. Die Ostprovinz Gran Canaria umfasst die Hauptinsel und die kleineren Nachbarn Fuerteventura und Lanzarote. Las Palmas wird die Verwaltungszentrale

1936 nach Christus

 

Der auf Teneriffa stationierte General Franco putscht gegen die spanische Regierung in Madrid. Es folgt der drei Jahre andauernde Bürgerkrieg, aus dem die faschistische Partei als Sieger hervorgeht.  Unter Franco wird Spanien für die nächsten 36 Jahre zu einer strengen Diktatur.

1947 nach Christus

 

Franco stimmt dem „Nachfolge-Gesetz“ zu Dadurch wird Spanien zur Monarchie erklärt, allerdings wird kein König eingesetzt. Erst 1969 ernennt der General Juan Carlos zum Thronfolger.

1954 nach Christus

 

Auf Teneriffa entsteht der Teide-Nationalpark.

1959 nach Christus

 

Teneriffas touristische Zukunft nimmt mit der Landung des ersten deutschen Charterflugzeugs ihren Anfang. Das Zentrum des heute noch wichtigsten Wirtschaftszweiges ist in Puerto de la Cruz ,im Norden Teneriffas

 

1960 bis 70 nach Christus

 

Die touristische Erschließung weitet sich auf den Süden der Insel aus. In Playa de las Americas werden Sandstrände aufgeschüttet und innerhalb kürzester Zeit wird aus einem kleinen Fischerdorf die neue touristische Metropole der Insel.

1975 nach Christus

 

Mit dem Tod Francos wird Spanien endlich wieder zur Demokratie. Juan Carlos I. wird spanischer König und leitet mit seinem Ministerpräsidenten die zügige demokratische Umgestaltung Spaniens ein.

1978 nach Christus

 

Am siebten Dezember wird die demokratische Verfassung vom Volk angenommen.

1982 nach Christus

 

Die Kanarischen Provinzen erhalten den Status einer autonomen Region mit relativ weitgehender Selbstverwaltung. Die beiden Hauptstädte Santa Cruz und Las Palmas wechseln sich alle vier Jahre als Administrationssitze der Region ab. Sie verwalten sich weitestgehend selbständig

1986 nach Christus

 

Spanien tritt der Europäischen Gemeinschaft bei. In Bezug auf Handels- und Zollvereinbarungen erhalten die Kanaren einen Sonderstatus.

1992 nach Christus

 

Der Archipel wird in die Europäische Union integriert. Dabei bleiben dennoch  Sonderregelungen für die Kanarischen Inseln durch ihre periphere Lage erhalten.

1997 nach Christus

 

Die Zahl der Touristen auf Teneriffa übersteigt mit 4,3 Millionen Besuchern (allein aus Deutschland ca. 700.000) die Vier-Millionen-Grenze. Auf Teneriffa leben etwa 665.000 Menschen.

1998 nach Christus

 

Das bereits 1995 beschlossene Schengener Abkommen in Kraft. Damit entfallen Grenz- und Passkontrollen innerhalb der EU, also auch zwischen Deutschland und den Kanaren. Außerdem können europäische Bürger innerhalb der Mitgliedsstaaten ihren Wohnsitz frei wählen.

1999 nach Christus

 

Eine neue Fährverbindung zwischen Santa Cruz auf Teneriffa und Agaete auf Gran Canaria wird eröffnet.

 
2004 nach Christus

 

Erhöhte seismische Aktivität und Anzeichen vulkanischen Brodelns lösen unnötige Spekulationen über einen möglichen Ausbruch des Pico Viejo (Vulkan neben dem Teide) aus.

 
2005 nach Christus

 

Tropensturm Delta richtet erhebliche Schäden in Millionenhöhe an.

 
2006 nach Christus

 

Neuer Touristenrekord auf den Kanaren. Fast zwölfeinhalb Millionen Menschen besuchen den Archipel.  Dieses Jahr beschreibt aber auch den Exodus aus Afrika. Mehr als 31.000 Afrikaner erreichen in alten Booten die Inseln.

 
Anfang 2007

 

Die Kanarischen Inseln erhalten eine Verlängerung des Status einer steuerbegünstigten Zone bis 2019. Ein wichtiger Faktor, der die Inseln für Investoren und Unternehmer attraktiv machen soll.

 

August 2007

 

Eine verheerende Feuersbrunst wütet drei Tage lang auf Teneriffa und hinterlässt rund 15.000 Hektar verbrannte Erde. Es war der zerstörerischste Waldbrand seit 25 Jahren. Glücklicherweise sind keine Menschen zu Schaden gekommen.

 

 

 
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