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Diese Legende ist von Pater Juan de Abreu Galindo überliefert.
Demnach gab es auf Fuerteventura, vor der europäischen Eroberung, zwei Frauen, Mutter und Tochter, die mit den Geistern sprachen. Die Aufgabe der Mutter war es, in Streitfällen ein gerechtes Urteil zu fällen, während ihre Tochter für die Durchführung ritueller Zeremonien zuständig war. Sie wurden von ihrem Volk sehr verehrt und in schwierigen Lebenslagen suchte man bei ihnen Rat. In ihren Visionen sahen sie die Zukunft voraus.
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Auf der schönen Insel La Palma begab es sich, dass ein junger Mann, so oft er konnte von Garafía nach Los Llanos lief, um seine Liebste zu sehen.
So groß war die Liebe zwischen den beiden, dass ihm auch der weiteste Weg nicht zu lang wurde. Für sie beschritt er den königlichen Weg La Cumbre, am Roque de los Muchachos vorbei, kletterte die Felswände der Caldera hinab, durchquerte den dichten Pinienwald, den Fluss Taburiente und den Bach Almendro Amargo.
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Vilaflor auf Teneriffa , das damals noch Chasna hieß, begeisterte bereits die ersten spanischen Eroberer sofort durch seine Schönheit. Als diese im Jahr 1496 Teneriffa eroberten, lieferten sie sich in diesen Bergen und Tälern erbitterte Kämpfe mit den Einheimischen.
Die Guanchen leisteten heftigen Widerstand und verteidigten ihre Freiheit bis zum letzten Mann. Pedro de Bracamonte, einer der Generäle Alonso de Lugos, entdeckte eines Tages einen Durchgang zum Barranco Chasna. Dort traf er auf eine junge Eingeborene, die er als seine Gefangene mitnahm.
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In einem kleinen Dorf auf La Gomera lebte einst ein junges Mädchen. Mit ihrem Liebreiz und ihrer Anmut bezauberte sie jeden, der in ihre Nähe kam. Eines Tages erreichte ein hübscher Jüngling das Ufer der kleinen grünen Insel.
Er kam aus Teneriffa und hatte die Reise über den Atlantik auf zwei mit Luft gefüllten Ziegenfellen gewagt. Der junge Abenteurer, namens Jonay, verliebte sich in Gara, sobald er sie das erste Mal sah. Und auch ihr Herz entflammte in der glühenden Leidenschaft junger Liebe.
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Als Jean Bethencourt nach El Hierro kam, lebte auf der Insel ein Freiheitskämpfer, namens Ferinto. Er verwandelte sich in den Albtraum der Eroberer.
Niemals ließ er sie zur Ruhe kommen und immer wieder entwischte er ihnen. Obwohl sich die Fremden die größte Mühe gaben, den Ureinwohner zu fassen, gelang es ihnen nicht. Seine Ortskenntnisse und seine unglaubliche Agilität, die er von Kindesbeinen an, in der Guanchen-Gemeinschaft trainiert hatte, kamen ihm nun im Kampf gegen die fremden Eindringlinge zugute.
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Vor vielen Jahren lebte in dem Ort Puntallana auf La Palma ein junges Mädchen aus wohlhabendem Haus. Die Natur hatte sie mit einer außergewöhnlichen Schönheit beschenkt. Ein junger Hirte war, ebenso wie viele andere, von ihren Reizen betört und nutzte jede Gelegenheit, ein Auge auf sie zu werfen, sobald sie das Haus verließ.
Aus der Ferne himmelte er sie an, war sich dabei aber bewusst, dass seine soziale Stellung eine Beziehung niemals zulassen würde. Seiner Leidenschaft konnte er nur in seinen Träumen Leben einhauchen. Eines Sonntags, als die junge Schönheit aus der Kirche kam, trat sie auf ihren Verehrer zu und versprach sich mit ihm zu vermählen, wenn er es schaffen würde drei Mal über einen Abgrund zu springen, der unterhalb von La Galga lag.
Natürlich ging sie davon aus, dass der Hirte niemals den Mut aufbrächte, den Sprung zu wagen. Umso erstaunter war sie als er am nächsten Morgen alle Nachbarn zusammentrommelte, damit sie Zeugen seiner Heldentat würden. Mit einer Lanze in der Hand ging er auf den Abgrund zu und katapultierte seinen Körper mit einem gewaltigen Sprung in die Luft. „Por los aires de Dios“ (Durch die Lüfte Gottes), rief er, während sein Körper durch die Luft flog.
Aber sein Schwung war nicht groß genug, um den klaffenden Abgrund zu überwinden. Er zerschellte in der Tiefe. Sein Leichnam wurde niemals gefunden. Man erzählt sich, dass die junge Frau von der Tragödie, die ihretwegen geschah zutiefst erschüttert wurde. Sie soll verrückt geworden sein und das Haus nur noch verlassen haben, wenn eine Beerdigung statt fand. Dann lief sie um den Sarg und rief in tiefer Verzweiflung den Namen des Hirten, in dem Glauben, er sei darin verborgen.
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Als der tinerfenische Pirat Amaro Rodríguez Felipe, der kurz „Amaro Pargo“ genannt wurde, von den Dominikanern die Erlaubnis erhielt, das Grab der Nonne María de Jesús de León Delgado zu öffnen, haben alle Anwesenden einen große Überraschung erlebt.
Obwohl die Ordensschwester drei Jahre zuvor verstorben war, zeigte sie keinerlei Anzeichen von Verwesung auf. Im Gegenteil, ihr Körper wirkte völlig frisch, wie zu Lebzeiten. Aus ihrem Körper sickerten unentwegt Blut und eine unbekannte Flüssigkeit.Schnell breitete sich das seltsame Ereignis auf der ganzen Insel aus.
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Auf La Gomera lebten einst zwei Freunde, die einander nahe standen , wie zwei Brüder. Einer der beiden begann eines Tages den anderen, aus Eifersucht auf eine von beiden geliebte Frau, zu hassen.
In seinem Herzen war kein Platz mehr für den Freund. Im Gegenteil, er nährte eine tiefe Abneigung und Wut, die alle freundschaftlichen Gefühle erkalten ließ. Eines Tages trafen sich beide zufällig auf einem Pfad, der über den Bergrücken führte. In einem Anfall rasender Wut stürzte sich der Eifersüchtige auf seinen Widersacher, der ihm vorher so nahe stand, und tötete ihn. Nach diesem fürchterlichen Ereignis wanderte der Mörder nach Amerika aus.
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Die Nichte des Guanarteme, des Königs von Gáldar, hieß Tenesoya. Sie war eine junge Frau von außergewöhnlicher Schönheit. Eines Tages, als sie mit ihren beiden Hofdamen in der Bucht Bañaderos badete, wurde sie von Spaniern, die mit mehreren Booten dort gelandet waren, verschleppt.
Man brachte sie nach Lanzarote, wo zu dieser Zeit Doña Inés Peraza regierte. Die hübsche Prinzessin wurde auf den Namen Luisa getauft und mit Maciot II de Bethencourt vermählt. Kurze Zeit später tauschte man die Eingeborene gegen eine Gruppe junger Christen, die der König von Galdár gefangen genommen hatte, aus.
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