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La Orotava - Das historische Schmuckstück
La Orotava - Teneriffa - Die Stadt La Orotava liegt west-südwestlich von der Inselhauptstadt Santa Cruz , oberhalb von Puerto de la Cruz , auf einer Höhe von rund 350 Metern über dem Meeresspegel. Sie ist ein kulturelles Schmuckstück der Insel und bezaubert durch ihren historischen Stadtkern und ihren unvergleichlichen Charme.
Viele alte Denkmalgeschützte Gebäude bewirken die besondere Atmosphäre. Obwohl sich die Ausläufer und Neubausiedlungen in den Außenbezirken immer weiter in das fruchtbare Orotavatal ausgedehnt haben, ist sie auch heute noch eine romantische Stadt, in der die Spuren der Vergangenheit lebendig scheinen. Die Stadt selbst zählt rund 40.400 Einwohner, das eingemeindete Umland etwa 139.800. Eingebettet ist sie noch immer in eine landschaftlich reizvolle Umgebung, die von grünen Hügeln und Wäldern gekennzeichnet ist.Das Stadtgebiet umfasst rund 206 Quadratkilometer und bietet neben Kultur und Shoppingmöglichkeiten auch herrliche Natur.
Auf den Berghängen wachsen riesige Esskastanienbäume, die im Herbst ihre reifen Früchte abwerfen und der ideale Begleiter zu den neuen Weinen sind. Esskastanien haben in der kanarischen Küche eine lange Tradition. Außerdem liegt die Stadt La Orotava inmitten eines bekannten Weinanbaugebiets. Was auf diesen Hängen wächst, hat sich bereits auf nationalen und internationalen Weinmessen einen guten Ruf erworben.
Das feuchte Klima begünstigt eine abwechslungsreiche und üppige Vegetation. Allerdings bedeutet dies auch, dass sich La Orotava an den Nachmittagen gern in Wolken hüllt und unter einer Nebeldecke verschwunden ist. An Sonnentagen strahlt die Stadt in ihrem altertümlichen Glanz um so mehr.Das Herzstück der Stadt ist die Plaza de la Constitución, die zentraler Treffpunkt für Jung und Alt ist. Dort kann man seinen Tässchen Kaffee oder sein Gläschen Wein im Schatten alter Bäume genießen. Hier inspirieren die südländische Lebensart und der Hauch der Geschichte auf eine besondere Weise. Direkt neben der Plaza befindet sich die barock-klassizistische Kirche Iglesia de la Concepción .
Eine Kirche die in den Jahren zwischen 1768 und 1788 erbaut wurde. Das eindrucksvolle Rathaus, aus dem Jahr 1895, die Casa de Los Balcones und die Casa de la Molina, die sogar aus dem 16. Jahrhundert stammt und heute ein Lokal beherbergt, das Kunsthandwerk, wie Decken und Stickerein, anbietet, sind nur einige bekannte Gebäude, die den historischen Flair dieses Ortes unterstreichen.Die Stadt verfügt über viele grüne Oasen, die ihr einen ländlichen Charakter verleihen. Kleine Parks und bewachsene Plätze bieten den Einwohnern die Möglichkeit sich „im Grünen“ vom Alltagsstress zu erholen. Üppige Vegetation und eine blühende Atmosphäre bieten der botanische Garten, Jardín de aclimatación, sowie der Jardín Victoria. Darüber hinaus ist La Orotava durch besonderes Brauchtum bekannt geworden.
So entstehen auf dem Platz vor dem Rathaus , in der Zeit vor Fronleichnam riesige Sandteppiche. Bunter Natursand aus den Cañadas, am Fuß des Teides, sind das Rohmaterial, aus dem lokale Künstler biblische Kunstwerke detailgetreu nachbilden. Schon die wochenlange Vorbereitungszeit, in der die Bilder durch eine besondere Sandstreutechnik nach und nach Gestalt annehmen, zieht jedes Jahr viele Besucheran.Der Höhepunkt findet an Fronleichnam statt. Die Strassen, die die Prozession beschreitet, werden am Morgen, mit zigtausend Blüten geziert. Aus den vorsortierten Blüten, verschiedenster Form und Farbe, zaubern die Einwohner gigantische Blumenteppiche mit phantasievollen Mustern auf den Asphalt. Die Kirchenprozession führt dann durch diese Strassen zum Rathaus und wieder zurück.
Die Tradition entstand auf Anregung des Adeligen Leonor del Castillo de Monteverde Mitte des 19. Jahrhunderts. Seitdem ist La Orotava für diese beeindruckende Tradition bekannt. Im Anschluss an die kirchliche Feier, beginnt, wie immer auf den Kanarischen Inseln, das weltliche Treiben. Dann werden Blüten- und Sandteppich unter den Füssen der Einheimischen „zertanzt“ und im nächsten Jahr werden neue Sand- und Blütenteppiche gelegt. Fotographen und zahlreiche Urlauber aus aller Welt haben dieses beeindruckende Spektakel auf ihren Kameras festgehalten. Wer sich zu dieser Zeit auf der Insel aufhält, sollte es auf keinen Fall versäumen, sich von dieser Pracht zu überzeugen.
Schon vor 200 Jahren hat das Valle de La Orotava Reisende in seinen Bann gezogen. Selbst der Naturforscher Alexander von Humboldt hat sich, während seines legendären Aufenthalts auf Teneriffa, von dieser netten Kleinstadt bezaubern lassen. Nach ihm ist auch der Mirador Humboldt, ein beliebter Aussichtspunkt über das gesamte Orotava Tal, benannt. Der Blick, der sich dem heutigen Besucher erschließt, hat zwar nichts mehr mit dem gemein, was einst Humboldt erblickte, aber dennoch hat er von seiner atemberaubenden Wirkung nichts eingebüsst.
La Orotava ist immer einen Besuch wert und ganz besonders begeistert es alle, die einen Hauch kanarischen Lebens, abseits der großen Touristenzentren spüren möchten. Zahlreiche Teneriffa-Liebhaber besuchen diese Stadt immer wieder und schwören auf ihren besonderen Charme.
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| Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 12. November 2008 ) |
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