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Los Silos - Das verträumte Kleinod im Herzen der Isla Baja
Teneriffa - Tenerife - Los Silos liegt im Nordwesten der Kanaren Insel Teneriffa , auf einer Höhe von etwa 90 Metern über dem Meeresspiegel, und inmitten der Gegend, die Isla Baja genannt wird. Das Gemeindegebiet umfasst 24,33 Quadratkilometer und erstreckt sich von der Küste bis hinauf in die Bergdörfer Los Erjos und Ruígomez. Rund 5.500 Bürger zählt die Gemeinde, wobei sich in den Wintermonaten wesentlich mehr Menschen in dem Ort aufhalten.
Das liegt vor allem daran, dass er bei Langzeiturlaubern seit Jahrzehnten hoch im Kurs steht und vor allem viele Deutsche und Briten hier einen Zweitwohnsitz in den in ihrer Heimat kalten Monate nutzen. Der Name Los Silos taucht erstmals 1509 in den Geschichtsbüchern auf. Der Ort entstand entlang des damals königlichen Wegs, der Garachico mit Buenavista del Norte verband. Seinen Namen erhielt er von dem Portugiesen Gonzalo Yanes, der damals Getreidelager in dem Tuffstein ausschachtete. Außerdem war er der Landbesitzer, des Bodens auf dem Los Silos entstand und Pächter des Landguts sowie der Zuckerrohrfabrik an der Küste.
Beides hatte Yanes von dem spanischen Eroberer Alonso Fernández de Lugo gepachtet. Der Zuckerrohranbau war damals ein lukratives Geschäft. Regelmäßig legten Schiffe, vor allem aus Großbritannien an der Küste, in der geschützten Bucht der Playa der las Arenas , an. Noch heute steht auf einem Felsen oberhalb der Bucht ein kleines Gebäude, das in der damaligen Zeit als Büro und Telexzentrale diente. Noch heute führt ein Kabel auf dem Meeresgrund von diesem Strand aus bis zur britischen Insel. Damals lief der Draht mit telegraphisch übermittelten Aufträgen und Bestellungen heiß, heute ist er nur noch ein Relikt, das an vergangene Zeiten erinnert.
Das eigentliche Dorflebenin Los Silos entstand aber dennoch entlang der Hauptstrasse, die durch die Anhöhe Aregume, vor den scharfen Nordwinden geschützt wird. An ihrem Fuß entstand die Plaza de la Luz, die noch heute das soziale Zentrum ist und durch einen kleinen Pavillon sowie uralte knorrige Bäume einen ganz besonderen Charme ausstrahlt. Die angrenzende Kirche Nuestra in Los Silos, Señora de la Luz entstand im Laufe des 16. Jahrhunderts. Was zunächst mit einer kleine Kapelle begann, wurde im Lauf der Jahrzehnte durch zahlreiche Umbauten und Erweiterungen zu einer stattlichen Kirche. Heute erstrahlt sie in dem für Spanien so typischen Weiß und repräsentiert den neugotischen Stil.
Das Kloster San Sebastián in Los Silos entstand etwa Mitte des 17. Jahrhunderts und beherbergte ursprünglich einmal Nonnen des Bernhardinerordens. Der Ort entwickelte sich vor allem entlang dieser Eckpunkte, in deren unmittelbarer Umgebung sich die Häuser aneinander reihten. Noch heute sind viele alte Gebäude sowie das Kopfsteinpflaster im Ortskern vo Los Silos erhalten. Ein Hauch der Geschichte verwebt sich auf besondere Weise mit der modernen Welt. Dies macht einen Teil der besonderen Atmosphäre des malerischen Ortes aus. Beschaulich, ruhig und dennoch mit der typischen kanarischen Lebensart empfängt er seine Besucher. Die Silenses, wie die Dorfbewohner genannt werden, sind äußerst herzliche und aufgeschlossen Menschen, die schon seit Jahrzehnten an das Kommen und Gehen ausländischer Besucher gewöhnt sind und jeden immer wieder gerne willkommen heißen
Los Silos - Klima und Feste
Los Silos erfreut sich, durch die unmittelbare Nähe zur Küste, eines besonders milden Klimas. Auch die vorgelagerte Landzunge, auf der die Isla Baja gelegen ist, trägt zu den angenehmen Temperaturen bei. Selbst in weltweiten Klimastudien wurden die klimatischen Bedingungen als besonders positiv hervorgehoben. In Los Silos herrscht ein besonders harmonisches Verhältnis zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Auch sind die Temperaturschwankungen im Jahreslauf nicht gravierend, sodass man von einem konstanten milden Klima ausgehen kann.
Eine sanfte Brise sorgt selbst im heißen Sommer für eine angenehme Abkühlung. Ab November beginnt in der Regel der Winter, in dessen Verlauf es zu Regenschauern kommen kann, allerdings vergeht selbst dann kaum ein Tag, an dem die Sonne nicht vom Himmel spitzt. Der Dezember ist meist ein recht sonniger Monat. Kühler wird es, eher zu Beginn des Jahres, wenn der Pico des Teide in Schnee gehüllt ist, und abendliche Fallwinde einen kalten Hauch ins Tal tragen. Trotzdem herrschen tagsüber Temperaturen um die 20 Grad. Ab Mai bis Oktober fällt hier kaum noch Regen. Fiestas
Nachdem jeder Ort auf Teneriffa seinen eigenen Schutzpatron und damit verbundenen Feiertag hat, gibt es auch in Los Silos einen großen Festtag. Die Schutzpatronin von Los Silos ist die „Virgen de la Luz“ (Die Jungfrau des Lichts), deren traditionsreiches Fest am siebten September gefeiert wird. In der Nacht vor dem siebten wird die Schutzheilige feierlich durch die Strassen des Stadtkerns getragen. Mit einem großen Feuerwerk gegen Mitternacht und anschließendem Tanz auf der Plaza wird ihr Ehrentag eingeläutet. Der Siebte ist ein lokaler Feiertag, das heißt alle Geschäfte des Ortes bleiben an diesem Tag geschlossen. Rund drei Wochen lang ranken sich verschiedene Veranstaltungen um das Fest.
Ein weiteres wichtiges Ereignis im Dorfleben ist San Antonio Abad . Der Schutzheilige der Tiere wird im Januar geehrt. Dann werden alle Tiere des Ortes gesegnet, damit sie vor Krankheiten geschützt seien und reichlich Nachwuchs erhalten. An dieses Fest sind Pferdeschauen und Preisverleihungen für die schönsten Tiere unterschiedlichster Rassen gekoppelt. Es ist ein buntes tierisches Treiben, das mit der Ausstellung menschlicher Handwerkskunst auf der Plaza kombiniert wird. Der Festtag ist auf keinen festen Tag fixiert. Meist wird er am dritten oder vierten Sonntag des Januar begangen.
Mitte August findet an der Küste das große Fischerfest
statt. Zahlreiche Fischer von der ganzen Insel Teneriffa kommen dann schon frühmorgens
nach Los Silos, um ihr Anglerglück zu versuchen. Mittags stärkt sich der ganze
Ort bei einem gemeinsamen Mittagessen an der Küste, um danach der Prämierung
der größten Fische und der erfolgreichsten Angler beizuwohnen. Los Silos und seine touristische Entwicklung
Los Silos ist ein Paradies für Menschen, die Urlaub fernab der touristischen Metropolen suchen. Eingebettet in das Tenogebirge und umgeben von zahlreichen Naturschutzgebieten ist das Städtchen ein Paradies für Naturliebhaber, Wanderer, Wassersportler und Menschen, die Ruhe und Erholung suchen. Bereits in den 70er Jahren begann die stille touristische Entwicklung. Damals entstand der Gebäudekomplex Sibora, mit rund 240 Wohneinheiten, einem windgeschützten Innenhof und einem Meerwasserschwimmbecken.
Er wird vor allem von Deutschen bewohnt, die sich dort Eigentum anschafften, um dem kalten Winter in Deutschland zu entfliehen. Eine eigene kleine Gemeinschaft entstand unter den Langzeit-Überwinterern, die sich hier alljährlich in den Wintermonaten treffen. Ab etwa Oktober füllt sich der Bau Sibora, mit Leben. Auch einige andere Nationalitäten haben sich mittlerweile eingekauft, was allerdings der Harmonie keinen Abbruch getan hat. Für den Ort bedeutet dies jährlich einen kleinen wirtschaftlichen Aufschwung, wenn die sonnenhungrigen Deutschen und Engländer einfliegen. Gegenüber der Hochhausanlage entstand die Reihenhaussiedlung Sibora, die vorwiegend in deutscher und englischer Hand ist und ebenfalls schon in den 70er und 80er Jahren für das Kommen und Gehen ausländischer Besucher sorgte.
Direkt an der Küste befindet sich ein kleiner Fischerhafen sowie das Städtische Schwimmbad, das mit einem Meerwasser-Wettbewerbsbecken reichlich Platz für ausgedehnte Schwimmrunden, auch in den Wintermonaten, bietet. Die Brandung des Atlantiks klatscht dabei häufig über die weißen Mauern. Direkt angrenzend erstreckt sich die Westbucht Playa de la Araña , die 2006 komplett reformiert wurde und nun Badekomfort an einem leicht steinigen Strand verheißt. Sonnensegel sorgen für Schattenplätze und Bänke laden auch dann zum Verweilen ein, wenn man gerade von einem Küstenspaziergang zurückkommt oder sich abend noch einmal die sanfte Ozeanbrise um die Nase wehen lassen möchte.
Am östlichen Ortsrand befindet sich die Playa de la Arena. Ein kleine Bucht, mit gemäßigtem Wellengang, die vor allem in den Sommermonaten zum Baden einlädt. Am Ufer muss man sich zwar mit der steinigen Natürlichkeit des Strandes arrangieren, aber im Wasser tritt man auf feinen angenehmen Sand. In den Herbst- und Wintermonaten ist der Strand vor allem bei Wellenreitern beliebt. Abenteuerlich manövrieren sie ihre Bodyboards über die Wellenberge. Zu beiden Seiten der Küste erstrecken sich angenehme Spazierwege, die gerne zum Laufen und Joggen genutzt werden.
Darüber hinaus befindet sich eine Tennisanlage mit zwei Hartplätzen inmitten der Reihenhaussiedlung. Außerdem werden Tauchkurse angeboten. Eine besondere Bereicherung erfährt dieser Ortsteil an der Küste durch die Eröffnung des Vier-Sterne-Hotels Luz del Mar, die für November 2007 geplant ist. Gerade weil der Ort sich so sanft dem Touristenstrom geöffnet hat, entstand kein Bruch zwischen Tradition und Urlaubstourismus. Vielmehr scheinen sich beide gegenseitig zu bereichern und bilden so eine besonders harmonische Symbiose.
Stadtteil Sibora in Los Silos
Ein Beweis für ein harmonisches Miteinander
Los Silos – Die Gemeinde Los Silos unternahm bereits vor fünfundzwanzig Jahren die ersten Schritte, um den Ort für Ausländer attraktiv zu machen. Es entstand eine moderne Apartmentanlage mit etwa 220 Wohnungen. Dort haben sich vor allem Deutsche und Engländer eingekauft, die in den Wintermonaten auf Teneriffa ihre zweite Heimat gefunden haben. Im Innenhof wurde sogar damals schon ein Pool integriert, der den Bewohnern eine ruhige Privatsphäre garantiert. Gegenüber ist eine kleine Reihenhaussiedlung, die in den Jahren gewachsen ist und all diejenigen angezogen hat, die sich nicht so gerne mit mehreren Eigentümern auseinandersetzen.
Der kleine Ort hat mittlerweile den höchsten Ausländeranteil auf der Isla Baja und ist ein lebendiger Beweis für ein harmonisches Miteinander zwischen den Einheimischen und den Fremden. Kaufleute im Dorf profitieren von dem Zustrom, der in den Monaten September bis April die Umsätze ankurbelt. Die Plaza füllt sich jeden Morgen und alle Nationalitäten genießen im friedlichen Miteinander die Idylle unter den großen schattenspendenden Bäumen. Egal ob zum Morgenkaffee, zum Bierchen am Nachmittag oder zum Tagesausklang am frühen Abend – hier ist jeder, jederzeit willkommen.
Im britischen Fernsehen BBC wurde Los Silos mehrfach als besonders liebenswerter Ort vorgestellt, der all denjenigen Winterquartier bietet, die abseits des Touristenrummels ein Zuhause suchen. Abgesehen davon ist, wie aus einer wissenschaftlichen Studie hervorging, das Klima auf der Isla Baja eines der gesündesten der Welt. Viele Menschen mit Gelenk-, Haut- oder Atemwegsproblemen erfahren hier Linderung ihrer Beschwerden. Außerdem trägt das hautnahe Erleben der kanarischen Mentalität zum Wohlbefinden bei und verleiht auch den eher schwermütigen Mitteleuropäern einen Hauch südlicher Unbeschwertheit und Leichtigkeit.
Hier vergeht der Winter wie im Flug und bei ihrer Rückkehr in die heimischen Gefilde schwingt bei vielen immer ein bisschen Wehmut mit. Einige, denen der Abschied zu schwer gefallen ist, sind mittlerweile für immer hier geblieben. Es ist eben doch möglich eine Freundschaft und Toleranz über alle Grenzen hinweg.
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