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| Teneriffa - Haus Alvarado Bracamonte |
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La Laguna.
Das Haus Alvarado Bracamonte beherbergt heute unter anderem das Tourismusbüro sowie die Diensträume der Bürgermeisterin La Lagunas , Ana Oramas. Es ist der Ausgangspunkt der Stadtführung und ebenfalls bekannt als Haus der Generalkapitäne.
Schon schnell nach der Eroberung etablierte sich die militärische, politische und religiöse Macht in der jungen Hauptstadt. La Laguna war nicht nur wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sondern auch Zentrum des neuen Lebens, das mit den Spaniern auf die Insel kam. Das Haus der Generalkapitäne stammt aus dem 17 Jahrhundert und ist originalgetreu rekonstruiert worden. Philipp II. ließ es als Sitz seiner Kapitäne erbauen. La Laguna gilt übrigens auch heute noch als Friedensstadt, denn man verzichtete auf schützende Außenmauern, die zu dieser Zeit die Stadtplanung beherrschten.
Das Haus selbst reflektiert den damals typischen Baustil mit maurischen Elementen, aber auch das Gesellschaftsleben, wie es in diesem Jahrhundert üblich war. Man betritt das Gebäude durch das Hauptportal und findet sich in einem malerischen Innenhof wider, in dem ein Kastanienbaum Schatten spendet und üppige Vegetation dem Auge Ruhe verschafft. Im Zentrum befindet sich der ehemalige Brunnen, der vor 300 Jahren das Trinkwasser für die Bewohner spendete. Rund um den Innenhof ist das Haupthaus angelegt.
Stützende Säulen aus Teaholz tragen den umlaufenden Balkon im ersten Stock, der als Verbindung zwischen den einzelnen Wohnbereichen fungierte. Das harzhaltige Teaholz galt als beliebter Rohstoff, der für den Hausbau ebenso genutzt wurde, wie für den Schiffsbau oder die Gestaltung der Möbel.
Es gilt als sehr resistent, ist aber leider auch leicht entflammbar und dann schwer zu löschen. Neben dem Haupthaus bestanden die Herrschaftshäuser aus etlichen Nebengebäuden, die den Personaltrakt, Stallungen und Gärten beherbergten. Das Leben in der damaligen Zeit spielte sich im Rahmen strengen gesellschaftlichen Klassendenkens ab. Eine Tatsache, die sich in der Aufteilung und der strikten Trennung zwischen den Herrschenden und ihren Bediensteten widerspiegelt.
Die Außenfassade weist Fenster in verschiedenen Größen auf. Diese Asymmetrie ist ein typisches Charakteristikum des 17. Jahrhunderts, das später von einem geometrischeren Baustil abgelöst wurde. Davon zeugt das direkt angrenzende ehemalige Speicherhaus, Casa Alhóndiga, das aus dem 18. Jahrhundert stammt, sowie die frühere Schule der Dominikanernonnen, die heute das historische Stadtarchiv beherbergt.
Die 500 Jahre alte Geschichte La Lagunas und die liebevolle Rekonstruktion vieler historischer Bauwerke offenbaren, wie in einem architektonischen Schmelztiegel, die unterschiedlichen Vorlieben im Laufe der Epochen.
Das Haus der Generalkapitäne befindet sich in der Calle de Carrera, die noch immer mit Kopfsteinpflaster belegt ist. Dort fanden die ersten Kutschenrennen statt und mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, wie es war, als an diesem Ort an Stelle von Autos, Pferdekutschen promenierten.
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