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Einblicke in die Geschichte Teneriffas

 

 


 


 La Laguna -  Teneriffa - Das Historische Museum befindet sich in dem Haus „Casa Lercaro “, das 1593 von der gleichnamigen Kaufmannsfamilie erbaut wurde. Ursprünglich stammten die „Neu-Canarios“ aus dem italienischen Genua. Die Familie Lercaro war wohlhabend und drückte dies in einer Ansammlung zahlreicher Antiquitäten und Kunstschätze aus.

 

Die engen Handelsbeziehungen und die Sitte, diese mit „günstigen“ Vermählungen zu festigen, führten damals zu einer Tragödie, die noch heute, im wahrsten Sinne des Wortes, Gänsehaut erzeugt. Die 17-jährige Tochter wurde gegen ihren Willen zu solch einer Vernunftehe mit einem tatsächlich alten Geschäftsfreund gezwungen. Die junge Braut flüchtete noch in der Hochzeitsnacht aus dem Brautgemach und stürzte sich in den Brunnen im Innenhof. Danach soll ihr Geist bis heute keine Ruhe gefunden haben.

 

Man erzählt sich von einem eisigen Windhauch, den sensible Menschen spüren sollen, wenn sich ihr Geist in der Nähe befindet. Auch seltsame Erscheinungen von einer Frau in Weiß und plötzlich auftauchende Spiegelbildern in dem glasklaren Wasser des Brunnens, sorgen immer wieder für schaurige Geschichten.

 

Das Historische Museum bietet einen Überblick über die zivile, religiöse und auch militärische Entwicklung der Insel. Zunächst wird der Besucher mit der Geographie Teneriffas vertraut gemacht, die mit einer Pyramide verglichen wird. Zahlreiche Fotos der unterschiedlichen Landschaften und Vegetationszonen, die der Insel das Attribut „Mini-Kontinent“ zugeordnet hat, belegen die Vielfalt von der Küste bis hinauf auf den Teide. Auch die immerwährende „Eishöhle“, die sich unterhalb des Vulkangipfels befindet, kann man dort per Foto bewundern. Tabellarisch wird die Geschichte des Archipels in Relation zur Weltgeschichte dargestellt.

 

Wann und durch wen fand die Eroberung der Inseln statt? War es im 17., 18. oder sogar erst im 19. Jahrhundert als die Inselregierung Teneriffas sich zum Zentralrat der sieben Inseln erklärte? Wie war das im 19. Jahrhundert, als die Universität von La Laguna eröffnet wurde und sich nur 17 Studenten einschrieben?

 

Jeder kennt den berühmten Karneval von Santa Cruz , doch weiß auch jemand wann der Erste stattfand?  Dem Eroberer von Teneriffa war die Unterwerfung eines Teiles der Insel zugesagt, während der Rest der neun Herrschaftsgebiete, wie Taoro, Tacoronte und Icod , ihm sich widersetzte.

 

Die Kultur der Ureinwohner wird im Historischen Museum anhand verschiedener Ausstellungsobjekte erklärt und verständlich gemacht. Auch der christlichen Eroberung der „wilden Seelen“ durch die Missionare wird ein Rückblick gewährt. Dazu gehören Fragen um die „Virgen de Candelaria“ und „Wer war Achaman?“ ebenso, wie die Chronologie der Gründung und Niederlassung von Glaubens- und Ordensgemeinschaften.

 

Ausländische Besucher können durch einen Museumsführer sowie kostenlose Miniführer in englischer, französischer und deutscher Sprache in die historischen Geheimnisse Teneriffas eindringen. Wer zwischen all den Fakten eine „Auszeit“ braucht, findet in einem der beiden hübschen Patios den idealen Platz für eine Verschnaufpause und vielleicht ein Zeichen von Catalinas unruhigem Geist.

 

Das Historische Museum ist behindertengerecht gebaut und bietet allen, die noch nicht viel über die Insel wissen und deren Neugier geweckt ist, einen umfassenden Überblick. Zur Weihnachtszeit wird eine Krippe aufgebaut, die für vorweihnachtliche Stimmung sorgt und gerne betrachtet wird. Das Historische Museum ist nicht nur ein Ort der Begegnung mit der Geschichte Teneriffas, sondern wird kurioserweise auch als Durchgang zwischen zwei Straßenzügen genutzt.

 

 

 

Adresse

C/ San Agustín, 22 (Casa Lercaro)

38201 San Cristóbal de La Laguna


Information:

Telf: 922 82 59 49 / 82 59 47

Fax: 922 63 00 13

 

Geöffnet:

Dienstags bis sonntags von 9 bis 19 Uhr

Montags geschlossen - Sonntags: Eintritt frei.

Preise:

Normal: 3 Euro

Schüler und Rentner: 1.50 Euro

Kinder unter 8 Jahren: Gratis

Schüler: 1.50 Euro

 

Tipp: Eine Vergünstigung von 50 % gibt es durch das Bus – Ticket. Allerdings muss auf diesem noch genügend Geld vorhanden sein, um den Eintritt per Bonobus zu bezahlen.

 

 

 

 
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