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| Izana Observatorium - Teneriffa |
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IZANA - Das Observatorium auf dem Teide hat Weltruf
Der Griff nach den Sternen
Teneriffa - Abgeschirmt von neugierigen Blicken liegt das Territorium des tinerfenischen Observatoriums auf einer Höhe von rund 2.800 Metern.
Das astronomische Forschungszentrum hat einen wichtigen Stellenwert auf internationaler Ebene. Wissenschaftler aus der ganzen Welt tauschen mit der kanarischen Basis Daten aus. Es gibt nur wenige Orte auf dem irdischen Planeten, die ähnliche optimale Bedingungen bieten.
Durch die Höhe hat man im Jahresdurchschnitt an rund 80 Prozent der Tage eine freie Sicht in den Kosmos. Die klimatischen Bedingungen auf den Kanaren sind ideal für die Forschungsarbeit im Orbit. Vergleichbare Stationen existieren nur auf Hawaii und in Chile. In der Sternwarte arbeiten, je nach Jahreszeit, zehn bis 40 Mitarbeiter unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.
Das astrophysikalische Institut Teneriffas selbst, beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Hinzu kommen unzählige Besucher und Forschungsteams aus der ganzen Welt. Man darf nicht vergessen, was so faszinierend aussieht, ist eine filigrane Arbeit, die Geduld sowie mathematische und physikalische Spezialkenntnisse voraussetzt.
Aus vielen kleinen Fragmenten werden Puzzleteile zusammengesetzt, die das Universum beschreiben und auch Laien einen Blick in die Weite des Universums gewähren.
Izana Observatorium - Hochmoderne Technik auf dem Teide
Unter dem Code IAC-80 verbirgt sich das erste spanische Teleskop. Im Gegensatz zu dem riesigen Teleskopspiegel, der auf La Palma installiert wurde, hat dieser nur einen Durchmesser von 82 Zentimetern. Er eignet sich für sehr spezifische Untersuchungen.
Die Messungen lassen unter anderem Rückschlüsse auf die Bewegung, Temperatur, Dichte und Beschaffenheit der Sonne zu. Magnetische Turbulenzen und deren Auswirkungen werden beobachtet. Um die Intensität des Teleskops zu verdeutlichen, hilft ein Vergleich.
Demnach ist es so stark, dass, es in der Lage wäre, ein Haus auf dem Mond zu erkennen oder eine Münze in Madrid finden könnte. Der Zusammenstoss des Kometen P/Shoemaker-Levy, die ersten Daten über schwarze Löcher im All oder eine planetarische Gamma-Strahlen-Explosion, konnten mit Hilfe des IAC-80 beobachtet werden.
Das Observatorium beherbergt außerdem eine Sonnenuhr. Übrigens, wer der Pyramidenform irgendeine Bedeutung beimisst, der täuscht sich. Man hat sie lediglich so gebaut, damit nicht alles gleich aussieht.
Izana Observatorium - Ein kosmischer Mülldetektiv
Hinter dem Namen OGS verbirgt sich ein Teleskop, das die optische Überwachung des Weltraums übernimmt. Es ist darauf spezialisiert, Müll im Orbit aufzuspüren. Dieses High-Tech-Gerät leistet den europäischen, amerikanischen und japanischen Weltraumstationen große Dienste.
Schon winzige Metallteilchen können aufgrund der hohen Geschwindigkeit enorme Schäden anrichten. In neuerer Generation werden Satelliten in den Raum geschossen, die mit Lasertechnik ausgestattet sind. Dadurch kann man von der Erde aus mit dem Objekt im All kommunizieren.
Es ist sozusagen die „Hotline“ zwischen Erde und Satelliten. Die in der Astrophysik entwickelte Technik hat in Miniaturform auch in unseren Alltag Einzug gehalten. Moderne Digitalkameras funktionieren mit einer Technologie, die auf die Erkenntnisse der Astrophysiker zurückzuführen ist.
Izana Observatorium - Stella der deutsche Sternensucher
„Stella“ ist ein Teleskop der Firma Halfmann und wurde von den Deutschen im Frühsommer 2006 auf dem Teide installiert. Es arbeitet Roboter-gesteuert und liefert seine Daten direkt ins „Astro-Institut“ in Potsdam.
Seine Aufgabe ist es, nach neuen Planeten innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems Ausschau zu halten. Zudem ist Stella lernfähig. Es merkt sich Daten, wie Umlaufbahnen und –zeiten einzelner Himmelkörper und weiß demnach genau, wann diese wieder in seinem „Gesichtsfeld“ erscheinen.
Automatisch richtet sich der Fokus des Teleskops danach aus. Ein deutsches Ingenieurteam wartet es zwar regelmäßig vor Ort, aber ansonsten arbeitet Stella selbständig.
Izana Observatorium - THEMIS der Sonnenspezialist
Themis wurde durch eine französisch-italienische Kooperation eingerichtet und ist spezialisiert auf Sonnenaktivitäten. Eine spezielle, hoch entwickelte Technik ermöglicht besonders präzise Auswertungen. Das bewegliche Instrument folgt automatisch dem Sonnenstand und verliert sie so nie aus den „Augen“.
Die Erkenntnis, dass schwarze Flecken auf der Sonne, keine Auswirkungen auf die Erde haben, verdanken wir THEMIS. Das Magnetfeld der Sonne, der Fluss von Magmaströmen und die Wechselwirkung von Sonnenaktivitäten auf das planetarische Umfeld, ist der Fokus dieser wissenschaftlichen
Untersuchungen. Das System kann vier Parameter gleichzeitig erfassen und liefert dreidimensionale Bilder an die terrestrische Bodenstation. Versuchsweise experimentiert das französisch-italienische Team auch mit einer Ausrichtung des Teleskops auf Sterne.
Das Observatorium Iñaza umfasst ein sehr weites Forschungsspektrum und dient Wissenschaftlern weltweit dazu, Daten abzugleichen und neue Erkenntnisse oder Theorien zu entwickeln. Jedes Jahr öffnet das Zentrum ein Wochenende lang, meist im Juli, seine Pforten, um Besucher in die Geheimnisse der Sternenwelt einzuführen. Die Führungen finden in deutscher, englischer und spanischer Sprache statt.
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