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Tacoronte - Teneriffa PDF Drucken E-Mail

 

 

Tacoronte - Ein Zwischenstopp in Tacoronte lohnt sich

 

 

 Teneriffa - Tacoronte liegt nordwestlich von Santa Cruz , zwischen La Laguna und El Sauzal , auf einer Höhe von rund 360 Metern über dem Meeresspiegel. Das Städtchen, das seinen Namen von dem Guanchen-Namen Tagoror erhalten hat, fällt als typische Wohnstadt in den meisten Reiseführern kaum ins Gewicht.

 

Das ist eigentlich sehr schade, denn es handelt sich um einen reizenden Ort mit historischen Bauten, der durchaus einen Besuch wert ist. Rund 22.700 Einwohner fühlen sich in der Idylle, die vom Weinbau geprägt ist, Zuhause. Vor allem in den letzten 50 Jahren ist die Bevölkerungszahl sprunghaft angestiegen. Hier findet man in einer belebten Geschäftsstrasse alles, was man zum Leben braucht. In einer Markthalle wird täglich frisches Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch verkauft. Besonders bekannt ist der Ort für seinen abwechslungsreichen Bauermarkt, der am Samstag- und Sonntagvormittag am Ortsende im Mercadillo del Agricultor stattfindet.

 

Dort kann man nach Herzenslust, seine Essensvorräte an allem Frischem auffüllen. Die Bauern der Umgebung verkaufen alles, was im heimischen Gut gewachsen ist. Auch echt kanarischer Bienenhonig, Mojos in kreativen Variationen, Wein und sogar Blumen werden dort verkauft. Kein Wunder, dass es ein beliebter Treffpunkt für alle ist, die das südländische Marktflair lieben. 

 

Tacoronte erstreckt sich von El Pris an der Küste bis hinauf in die Lorbeerwälder von Aqua García, auf einer Höhe von 1.200 Metern. Dieses Waldgebiet beherbergt eine Vielzahl endemischer Pflanzen und ist ein Paradies für Wanderfreunde. Zum Stadtgebiet gehören geschützte Barrancos, die aufgrund ihres milden Teneriffa gehören. Sie liegen zwischen 400 und 800 Meter über dem Meeresspiegel.

 

Dort werden alle Grundnahrungsmittel, Kräuter und sogar Schnittblumen angebaut. Außerdem liegt Tacoronte inmitten des Weinanbaugebietes Tacoronte-Acentejo. Der Wein aus dieser Gemarkung ist für seine Qualität und intensiven Geschmack bekannt. Man kann auf einer Weinroute, die Gegend erkunden und dabei auch in so mancher Bodega zur Weinprobe einkehren. Tacoronte ist ein Ort mit Ambiente, der überhaupt nicht vom Tourismus geprägt ist, aber jedem Besucher etwas zu bieten hat.

 

 

Tacoronte - Fiestas

 


Im Jahreslauf werden natürlich auch hier große Feste gefeiert. Die bekanntesten Festivitäten sind die „Piñata Chica“, die im Anschluss an den Karneval in Santa Cruz gefeiert wird und die „Fiesta del Christo“, zu Ehren des Schutzheiligen im September.

 

 

 

Tacoronte - Geschichtliches

   

 

Bevor Teneriffa von den Spaniern erobert wurde, wurde die Insel von einem einzigen König im Süden regiert. Er teilte das Gebiet unter seinen neun Söhnen auf und schuf so Untergebiete, so genante Menceyatos. Das heutige Tacoronte und seine Umgebung wurden von Acaymo beherrscht.

 

Damals lebten die Menschen in den natürlichen Höhlen, die ihnen die Vulkanlandschaft auf natürliche Weise bot. Meist hielten sie sich in Küstennähe oder in anderen günstigen Zonen unterhalb von 500 Höhenmetern auf. Besonders Juan Fernández, Guayonje. El Pris und Mesa del Mar waren yur damaligen Zeit  von dem Hirtenvolk besiedelt. Hier fanden ihre Herden ausreichend Wasser und Nahrung.

 

 

 Das heutige Tacoronte wurde von Sebastian Machado aus Guimaráes gegründet. Er ließ sich 1496 in dieser Gegend nieder. Die ersten Aufzeichnungen erschienen im Oktober 1497, das nun als offizielles Gründungsdatum gefeiert wird. Im Jahr 2007 feierte der Ort demzufolge sein 500-jähriges Bestehen. Die einfache Kapelle Santa Catalina war die erste bescheidene Kirche der Gegend.

 

Von diesem ersten Ortskern aus wurde das Umland nach und nach erschlossen und neu besiedelt. Nach den Aufzeichnungen der früheren Geschichtsschreiber lebten im 16. Jahrhundert 342 Menschen in Tacoronte. Ein Dokument, das zu Zeiten der Inquisition, anno 1629, erstellt wurde, listete bereits 300 Seelen auf und bis Ende des 17. Jahrhunderts lebten bereits 2.780 Menschen in rund 600 Häusern in dieser Gegend. Aus dieser Zeit stammt das, heute renovierte, Haus „Casa Alhóndiga“.

 

Es diente damals als Kornspeicher, in dem das Getreide und die anderen landwirtschaftliche Erzeugnisse aufbewahrt wurden. Im Laufe der Zeit beherbergte es aber auch zeitweise eine Schule, eine Metzgerei und diente sogar als Gefängnis. Heute wird es wegen seines historischen Ambientes gerne als Veranstaltungsort genutzt.

 

Tacoronte war im 18. Jahrhundert die Basis eines königlichen Infanterie-Regiments, militärischer Bodentruppen und einer berittenen Einheit. Als Santa Cruz, im Jahr 1797 von Lord Nelson angegriffen wurde, trugen die hier stationierten Einheiten erheblich zur erfolgreichen Abwehr der Attacke bei. Im 19. Jahrhundert lebten nur noch 816 Menschen in rund 800 Häusern in dem Ort.

 

Dieser erhebliche Bevölkerungsrückgang ist, wie an vielen anderen Orten Teneriffas, auf die großen Auswanderungswellen zurückzuführen. In diesem Jahrhundert lebte die Gegend von der Landwirtschaft. Hier wurden Getreide, Mais, Kichererbsen, Wein und Kartoffeln angebaut sowie Honig, Käse, Wolle, Wachs erzeugt und Fisch gefangen. Anfang des 20 Jahrhunderts, im Jahr 1911, besuchte der damalige König Alfonso XIII. Tacoronte und ernannte es zur Stadt.

 

Diese Ehrung begründete er mit der landwirtschaftlichen, industriellen und kommerziellen Qualität des Ortes. Außerdem hatte sich der Ort im Laufe der Jahrzehnte durch seine Königstreue einen guten Namen geschaffen. Heute ist Tacoronte eine lebendige Kleinstadt, die ihren Bewohnern eine gute Lebensqualität bietet. Gerade durch die geographische Nähe zu den Arbeitsmärkten in La Laguna und Santa Cruz hat die Stadt in den letzten Jahren eine positive Zuzugsbilanz registrieren können.

 

 

 

 

 

 
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