Fotos Teneriffa

buenavista_del_norte_inselteneriffa.com-2
Kategorie: Buenavista del Norte
romeria_san_isidro_la_orotava_2008_www.inselteneriffa.com-70
Kategorie: Romeria San Isidro La Orotava 2008
bajamar_inselteneriffa.com-9
Kategorie: Bajamar
paseo_romero_inselteneriffa.com-58
Kategorie: Paseo Romero Santa Cruz

Werden Sie Partner

puzzle-1Schalten Sie Ihr Werbebanner und werden Sie InselTeneriffa Partner.

 

Nähere Infos erhalten Sie [hier]

Teneriffa Wetter




Teneriffa - Tag der Traditionen PDF Drucken E-Mail

 

 

 

 

Das Leben auf Teneriffa war ein hartes Brot

 

 

Santiago del Teide - Teneriffa - Früher als die Inseln Teneriffa noch nicht vom Tourismus entdeckt waren, lebten die Menschen ein bescheidenes Leben in ärmlichen Verhältnissen, das von schwerer Arbeit und Hunger geprägt war. Diese Zeiten sind noch gar nicht so lange her. Wir sprechen von Anfang bis etwa Mitte des letzten Jahrhunderts.

 

Um die Alten, die diesen steinigen Weg noch gegangen sind, zu ehren, wird alljährlich ein Tag der Traditionen gefeiert, in dem ihr Alltag imitiert wird. Auf einer Tour durch die Gemeinden La Montañeta, Los Llanos und Santiago del Teide liefen die rund 30 Protagonisten in typischer Alltagskleidung der damaligen Zeit, wie einst ihre Vorfahren und imitierten die damals üblichen Tauschgeschäfte.

 

Menschen von der Küste Santiago del Teides mit Fischen, Töpfer aus Arguayo, Schweinehändler aus Icod de los Vinos , Bäcker und Bauern mit all ihren Erzeugnissen, machten sich Tag für Tag auf, um ihre Waren zu tauschen. Kilometerlange Fußmärsche  nahmen sie in Kauf, um ihre Familien zu ernähren. Oft verließen sie ihre Häuser im Morgengrauen und kamen erst spät nachts wieder zurück. Die Frauen beherrschten die Kunst, Körbe voller Tauschgut auf ihren Köpfen zu balancieren. Manche hatten auch Eier oder sogar ein Huhn in ihrem Korb oder waren so arm, dass sie sich aus Sackleinen, Röcke machten.

 

Ein zusammengerolltes Tuch zwischen Hut und Korb sollte ihnen das Tragen der Last erleichtern. In Tücher verpacktes Gofio, Mandeln oder Früchte dienten ihnen als Wegzehrung. Mit stolzem Gang, denn mit einem Korb auf dem Kopf kann man nur aufrecht gehen, und einem Lied auf den Lippen zogen sie von Dorf zu Dorf, klopften an Türen oder priesen lautstark ihre Ware an. Sie kreuzten die Wege mit den Hirten, die ihre Schaf- und Ziegenherden in den Bergregionen weideten, den „Herren des Tals“ die auf ihren Pferden, ihre Runden drehten, um auf ihren Besitztümern nach dem Rechten zu sehen und so manches Mal auch mit einem Priester. Auch diese waren damals, meist auf Eseln unterwegs, um die Seelen ihrer weitläufigen Region nach und nach mit dem Wort Gottes zu beglücken, Menschen zu vermählen, zu taufen oder zu beerdigen.

 

Auch die Viehhändler, die meist Schweine und Kaninchen unters Volk brachten, waren mit Eseln unterwegs. In großen, verschließbaren Satteltaschen wurden Ferkel oder Häschen untergebracht, die dann zum Kauf feilgeboten wurden. Wie in jeder ländlichen Region, gab es auch hier eine Vielzahl von Geschichten, Gerüchten und wahren Begebenheiten, die von den Händlern von Dorf zu Dorf getragen wurden. Sie waren nebenbei sozusagen die „Tageszeitung“. „Damals“, so erzählen die Alten für die dieser Tag nicht nur ein „Spiel“, sondern eine lebendige Erinnerung ist, „gab es noch kein Übergewicht, Cholesterin oder Diabetes.

 

Damals waren die Leute arm, aber gesund!“ Und natürlich waren die Zeiten vom Aberglauben geprägt und es gab, wie überall, auch hier Frauen, die als Hexen bezeichnet wurden. Dabei unterschied man die „Guten“, die man aufsuchte, wenn man ein Kräuterlein für irgendein Zipperlein brauchte und die „Bösen“, die in dem Ruf standen, dass sie einem Widersacher, mit einem „bösen Blick“, allerlei Unheil anhexen konnten.

 

Um diese Frauen machte man einen großen Bogen. Esel, die Junge säugten oder Ziegen wurden mit einem roten Stirnband vor diesen „Weibern“ geschützt, die angeblich sogar die Milch zum Versiegen brachten. Der Tag der Traditionen ist ein wichtiger Tag, um die Kultur früherer Zeiten nicht vergessen zu lassen, denn sie ist ein wichtiger Bestandteil der Kanarischen Vergangenheit und Identität, die es wert ist, gepflegt zu werden.

 
Social Bookmark
Add to: Mr. Wong Add to: Webnews Add to: Icio Add to: Oneview Add to: Kledy.de Social Bookmarking Add to:  FAV!T Social Bookmarking Add to: Favoriten.de Add to: Seekxl Add to: Social Bookmark Portal Add to: BoniTrust Add to: Power-Oldie Add to: Bookmarks.cc Add to: Newskick Add to: Newsider Add to: Linksilo Add to: Readster Add to: Yigg Add to: Linkarena Add to: Yahoo Add to: Folkd Add to: Spurl Add to: Google Add to: Blinklist
Social Bookmarking