Urlaub auf den Kanaren
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| Iglesia de la Concepción in La Orotava |
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Die Kirche Iglesia de la Conception in La Orotava auf Teneriffa
La Orotava - Teneriffa - Die Kirche “Iglesia de la Concepción” in La Orotava ist ein Musterbeispiel barocker Kunst auf Teneriffa . Die heutige Kirche wurde im Jahr 1788 eingeweiht, der Ursprung des Gebäudes wird allerdings bis in die frühen Jahre des 16. Jahrhunderts zurückdatiert. Kurz nach der Eroberung Teneriffas durch die Spanier wurde gezielt die Christianisierung der Ureinwohner, die in den Augen der Sieger Heiden waren, forciert. Dazu gehörte die Errichtung von Gotteshäusern. Ursprünglich entstand an gleicher Stelle, wo die heutige Kirche mit zwei 24 Meter hoch aufragenden Glockentürmen steht, eine Wallfahrtskapelle.
Diese wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert und war das Zentrum der weltlich-christlichen Feste der damaligen Zeit. Selbst Thronbesteigungen wurden dort zelebriert. Als es zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu heftigen Eruptionen rund um das heutige Güímar kam und im Zuge dessen Erdstösse die Insel Teneriffa erzittern ließen, nahm das Kirchengebäude schweren Schaden. Im Jahre 1758 war sie völlig baufällig und abgerissen.
Bis zum Jahr 1788 wurde an gleicher Stelle eine größere Version, im barocken Stil errichtet. Die Finanzierung wurde zu einem großen Teil von kanarischen Auswanderern, die vor allem in Kuba lebten, bestritten. In Form von Symbolen und Ornamenten am Portal findet man Hinweise auf die enge Beziehung zwischen Teneriffa und Südamerika in dieser Epoche. Betritt man das Gotteshaus begegnet man im Innenteil vor allem dem neoklassischen Baustil. Das dreigeteilte Kirchenschiff wird von einem imposanten Kuppelgewölbe beherrscht. Die Abgrenzung des Innenraums erfolgt, durch ionische Säuen mit korinthischen Kapitellen und reichen Verzierungen.
Am Ende des Mittelschiffes schreitet der Besucher auf den alles beherrschenden Tabernakel zu, der zu den Bedeutendsten Teneriffa zählt. Er stammt aus einer alten Kunstwerkstatt in Genua, aus dem Atelier von Guiseppe Gaggini. Ebenso wie die dazugehörige Kanzel wurde er vor allem aus Marmor und Jaspis erbaut. Besonders hervorzuheben ist außerdem die mit Blattgold verkleidete Jungfrauenfigur und das Taufbecken aus Natur-Marmor, links neben dem Eingang. Die Kirche ist voller wertvoller Gemälde, Statuen und Holzschnitzereien, die zum Teil noch aus der ursprünglichen Kapelle stammen. Im Kirchenmuseum befindet sich eine interessante Kollektion von Goldschmiedearbeiten, eine gotische Monstranz aus der Zeit Emanuels I. im 16. Jahrhundert, Eine Sänfte mit Baldachin und eine Monstranz im Rokokostil aus dem 18.Jahrhundert, die beide vom Künstler Damián de Castro aus Córdoba/Spanien stammen. Im Inneren der Kirche befindet sich zudem der Sarkophag der Adelsfamilie Franchi. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde diese Form der Bestattung verboten, aber die Relikte des Brauches sind auch heute noch zu sehen.
Etwas versteckter ist der Eingang zum ehemaligen Friedhof von La Orotava, der sich unter der Kirche befand und bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurde. Wer um die Kirche herumgeht, kann an der ins Tal weisenden Fassade, an der Mauer eine ehemalige Tür erkennen, die mittlerweile geschlossen und verputzt wurde. Die Alten aus La Orotava erinnern sich aber noch gut daran, wie sie als Lausbuben dort ihre makabren Streiche spielten oder sich als Mutprobe in das Reich der Toten vorwagten. Seit dem 18. Juni 1948 gilt die Iglesia de la Concepción als historisch-künstlerisches Monument, das dem Denkmalschutz untersteht. Auch heute noch ist diese Kirche das Zentrum der religiösen Anbetung in der Stadt La Orotava und Ausgangspunkt wichtiger Prozessionen im Jahreslauf. |
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