Vilaflor - Das „Bergnest“ inmitten grüner Kiefernwälder
Teneriffa - Vilaflor liegt 1.400 Meter über dem blauen Atlantik,
eingebettet in einen üppigen, grünen Kiefernwald. Es ist nicht nur das
höchstgelegene kanarische, sondern sogar das höchste spanische Dorf, das das
ganze Jahr über bewohnt wird. In dieser Bergidylle findet man ein völlig
anderes Teneriffa vor, als an der Küste. Die Fahrt von Granadilla de Abona aus
führt über die TF 821 auf sanften Serpentinen über ein Hochplateau, bis hinauf
in den Zauber der Bergwelt.
Vilaflor ist vor allem für seinen schmackhaften
Wein und seine sprudelnden Mineralwasserquellen bekannt. Das bekannte „Fuente
Alta“ Wasser wird hier abgefüllt. Die Frauen von Vilaflor sind für ihre
filigranen Stickereien und Spitzenarbeiten bekannt, die in zahlreichen
Souvenirläden zum Kauf angeboten werden.
Das Zentrum des Dorfes ist die Plaza,
an der man in einem Strassencafé den Müßiggang genießen und die Eindrücke auf sich wirken
lassen kann. Gastfreundlich bewirten die Bergbewohner jeden Besucher, der sich
auf den Weg gemacht hat, auch diesen Aspekt kanarischen Reizes zu erkunden.
Mitten im Zentrum unter blühenden und duftenden Oleanderbüschen ehrt der Ort,
seinen wohl bekanntesten Sohn. Padre Pedro, der mittlerweile heilig gesprochen
wurde, wurde hier Anfang des letzten Jahrhunderts geboren.
Der gläubige Christ
verließ als junger Mann die Insel, um in Guatemala als Missionar seine
Botschaft zu verbreiten. Dabei setzte er immer mehr auf Taten, denn auf Worte und
brachte den Menschen aktive Hilfe.{Ein Denkmal, das ihm zu Ehren von einer
Delegation aus seiner südamerikanischen Zweitheimat eingeweiht wurde, würdigt
sein Lebenswerk.
Die Kirche San Pedro, wirkt von außen eher bescheiden, aber in
ihrem Inneren befinden sich außergewöhnliche Beispiele kanarischer
Holzschnitzkunst. Der Heilige Petrus ist in Form einer eindrucksvollen
Alabasterstatue abgebildet und ein weiterer Beweis für den Kunstschatz, den der
kleine Ort beherbergt. Einige Ordensfrauen, die noch in dem benachbarten
Kloster leben, sorgen für die Pflege der Kirche und unterhalten
freundschaftliche Beziehungen nach Guatemala, um das Werk ihres geschätzten
Bruders fortzuführen.
Wer nicht die gleiche Strecke zurück fahren möchte, kann
auf der Bergstrasse bis in die Cañadas weiterfahren. Dabei führt der Weg durch
die gigantischen Kiefernwälder auf diesem Bergrücken, die zu den ältesten der
Insel gehören. Einige ragen bis zu 30 Meter hoch in den Himmel. Wer über das
üppige Grün der Bäume, die karge Vulkanlandschaft am Fuße des Teide erreicht,
dem wird einmal mehr bewusst, wie faszinierend und kontrastreich Teneriffa
ist.
Letzte Aktualisierung ( Saturday, 20. September 2008 )